Stages des Glaubens
Wer sind „die Muslime"? Wie sollen wir sie erkennen, so dass wir Gottes Befehle aufrechterhalten und sie so behandeln können, wie sie behandelt werden sollten?
Diese Frage wird wahrscheinlich von den meisten nicht beachtet, da sie zu „einfach" und „naiv" ist, um überhaupt über sie nachzudenken... Aber halten wir kurz inne, um sie zu untersuchen!
Gemäss der traditionellen Definition ist ein Muslim jeder, der sagt „Es gibt keinen Gott ausser Gott, und Muhammad ist Sein Gesandter". Dies ist das Mindeste, wofür Menschen in den Islam aufgenommen und „Bruder" oder „Schwester" genannt werden.
Obwohl die obige Definiton für die meisten von uns gut klingt, müssen wir wirklich die Auswirkungen solch eines Anspruchs untersuchen: Jeder, der nicht wirklich an Gott glaubt, kann ein „Muslim" sein. Jeder, der „fehlgeleitete" Ueberzeugungen und Gebräuche (wie Prophetenverehrung) hat, kann ein „Muslim" sein. Jeder, der einer Gemeinschaft von Gläubigen Schaden zufügen und Chaos anrichten möchte, kann ein „Muslim" sein. Jeder, der auf der Welt das Böse und das Laster verbreiten will, kann ein „Muslim" sein.
Kann Gott dem Guten und dem Bösen erlauben, sich unter dem gemeinsamen Oberbegriff „Muslim" zu vermischen?
Obwochl die meisten von uns dies bejahen würden, ergibt sich aus dem Quran eine ganz andere Geschichte.
Die Muslime.
Wir alle verwenden die Begriffe „Islam" und „Muslim" austauschbar, als ob sie beide das gleiche bedeuten würden.
Wir nennen uns „Muslime" und unsere Religion „Islam", und wir laden die ganze Menschheit ein, diesem „Club" beizutreten, dem, wie wir sagen, Gott durch den Quran zugestimmt hat. Das denken wir jedenfalls!
Stufe 1. Die Idee akzeptieren, dass „Islam" bedeutet, sich in Gott allein zu ergeben
Das Wort „Islam" bezeichnet keinen Zustand, wie die meisten Menschen glauben, es ist tatsächlich eine Handlung, die den Glauben an Gott (als Konzept) und die Ergebung in Ihn Allein als Herrn und Meister beinhaltet.
In der Geschichte von der Königin von Saba sehen wir, dass sie, nachdem sie die Macht sieht, über die Solomon verfügt, nur weil er „Gott Allein" folgt, sich demütig ergibt und zugibt, bei wem die wahre Macht liegt:
„... Sie sagte: „Mein Herr, ich habe wahrlich gegen meine eigene Seele gesündigt; und ich ergebe mich mit Salomo Gott, dem Herrn der Welten." (27:44)
Wie wir jedoch erläutern werden, macht diese Handlung des Ergebens einen Menschen noch nicht zu einem „Sich Ergebenden" (Muslim").
„Die Wüstenaraber sagen: „Wir glauben." Sprich: „Ihr glaubt nicht; sagt vielmehr: „Wir haben uns ergeben (aslamna), bis der Glaube in eure Herzen eingedrungen ist." Wenn ihr aber Gott und Seinem Gesandten gehorcht, so wird Er euch nichts von euren Werken verringern. Wahrlich, Gott ist Allvergebend, Barmherzig." (49:14)
Den Arabern wurde gesagt, dass sie keine „Gläubigen" sein konnten, wenn sie sich nicht zuerst in den Herrn Gott ergaben... Wie ergibt man sich in Gott? Sagt ein Mensch einfach bestimmte Worte, wie im Falle der Wüstenaraber oder der Königin von Saba?
„Wen Gott aber rechtleiten will, dem weitet Er die Brust für die Ergebung (Islam); und wen Er in die Irre gehen lassen will, dem macht Er die Brust eng und bedrückt, wie wenn er in den Himmel emporsteigen würde. So verhängt Gott die Strafe über jene, die nicht glauben." (6:125)
Obwohl der Gedanke, dass unsere Brust „geweitet" würde, nicht so bedeutend erscheinen mag, sagt uns dies, dass der erste Schritt auf Gottes Pfad darin besteht, Ihm zu erlauben, in unsere Herzen zu gelangen! Nur wenn wir unsere verteidigungen aufgeben und aufhören, die Kraft und den Ruhm Gottes zu bekämpfen, werden wir auf Seinem Pfad und in Seinem Licht sein.
„Ist denn der, dem Gott die Brust für die Ergebung (Islam) geweitet hat, so dass er ein Licht von seinem Hern empfängt? Wehe darum denen, deren Herzen vor dem Gedenken Gottes verhärtet sind! Sie sind es, die sich in einem offenkundigen Irrtum befinden." (39:22) Siehe auch: 2:112, 2:131, 3:20, 3:83, 4:125, 6:14, 40:66, 72:14. Stufe 2: An Gott glauben - „Muslim"
Nun, da wir sehen, wie die Stufe 1 den Menschen dazu bringt, den „Islam" anzunehmen (indem er sein Herz Gott öffnet), müssen wir auch überlegen, wie man auf die nächste Stufe gelangen und ein „Muslim" werden kann - nämlich indem man den Glauben erlangt:
„Noch wirst du die Blinden aus ihrem Irrweg leiten können. Nur die wirst du hörend machen, die ans Unsere Zeichen glauben und sich ergeben (Muslimuun)." (30:53)
„Und als Ich den Jüngern eingab, an Mich und an Meinen Gesandten zu glauben, da sagten sie: „Wir glauben, und sei Zeuge, dass wir ergeben sind (Muslimuun)." (5:111)
„Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift; es sei denn, auf die beste Art und Weise. Ausgenommen davon sind jene, die ungerecht sind. Und sprecht: „Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde; und unser Gott und euer Gott ist Einer; und Ihm sind wir ergeben (Muslimuun)." (29:46)
Geht ein Mensch weiter, nachdem er Gott Allein sein Herz geöffnet hat, und beginnt er wirklich zu glauben, dass Gott wahr ist, und Seine Offenbarungen ebenfalls, dann wird dieser Mensch ein „Muslim"! Selbst Pharao, mit all seinem Schlechten und seinen Fehlern, war zu dem Kernglauben gekommen, dass Gott wahr ist, und betrachtete sich deshalb als einen „Muslimen".
„Und Wir führten die Kinder Israels durch das Meer; und Pharao mit seinen Heerscharen verfolgte sie widerrechtlich und feindlich, bis er nahe daran war, zu ertrinken, und sagte: „Ich glaube, dass kein Gott ist als Der, an Den die Kinder Israels glauben, und ich gehöre nun zu den Gottergebenen (Muslimiin)." (10:90)
Zu seinem Unglück akzeptiert Gott nicht den Glauben von Menschen, die erst glauben, wenn sie nach einem lasterhaften Leben den Tod unmittelbar vor sich sehen (10:91)!
Wie können wir einen Muslim „prüfen"?
Jetzt haben wir verstanden, wie der „Islam" eine Handlung von Menschen ist, die sich entschlossen haben, sich Gott zu ergeben (indem sie ihr Herz Gott öffnen), und wie ein „Muslim" jemand ist, der an Gott „glaubt". Wir müssen nun untersuchen, auf welche Weise wir sie erkennen können.
Bevor die nächste Person, die uns begegnet, uns sagt, dass er/sie ein „Muslim" ist, müssen wir uns selbst fragen: „Wie kann ich wissen, dass er glaubt?"
„Und wer ist besser in der Rede als einer, der zu Gott ruft und Gutes tut und sagt: "Ich bin einer der Gottergebenen."?" (41:33)
In obigem Vers sehen wir, dass der „Muslim", der nun den Glauben erlangt hat, sein Leben damit beginnt, dass er andere zu Gott einlädt und indem er tätig Gerechtigkeit übt.
„Sprich: „Kommt her, ich will verlesen, was euer Herr euch verboten hat: Ihr sollt Ihm nichts zur Seite stellen und den Eltern Güte erweisen; und ihr sollt eure Kinder nicht aus Armut töten, Wir sorgen ja für euch und für sie. Ihr sollt euch nicht den Schändlichkeiten nähern, seien sie offenkundig oder verborgen; und ihr sollt niemanden töten, dessen Leben Gott unverletzlich gemacht hat, ausser wenn dies gemäss dem Recht geschieht. Das ist es, was Er euch geboten hat, auf dass ihr es begreifen möget. - Und kommt dem Besitz der Waisen nicht nahe, es sei denn zu ihrem Besten, bis sie ihre Volljährigkeit erreicht hat. Und gebt volles Mass und Gewicht in Billigkeit. Wir fordern von keiner Seele etwas über das hinaus, was sie zu leisten vermag. Und wenn ihr eine Aussage macht, so übt Gerechtigkeit, auch wenn es einen nahen Verwandten (betrifft); und haltet den Bund Gottes ein. Das ist es, was Er euch gebietet, auf dass ihr ermahnt sein möget." - Und dies ist Mein gerader Weg. So folgt ihm; und folgt nicht den (anderen) Wegen, damit sie euch nicht weitab von Seinem Weg führen. Das ist es, was Er euch gebietet, auf dass ihr gottesfürchtig sein möget." (6:151-153)
Der „gerade Weg" ist das, wonach ein Muslim im Leben und beim Sterben strebt... Er ist das wahre Rückgrat der quranischen Botschaft und das Fundament, auf dem eine gesunde, gottesfürchtige Gesellschaft überleben kann.
Wenn jemand uns sagt, dass er ein „Muslim" ist - dan sollten wir uns fragen, ob sein Leben dem Kriterium entspricht, dass er den „geraden Weg"geht, der vom Glauben in Gott allein kommt.
Stufe 3: Ein „Mumin" werden!
Wenn jemand erst einmal das Leben eines Muslimen zu führen beginnt, ist der nächste Schritt, auf die Stufe des „Mumin" (Gläubigen) zu gelangen - durch Einsatz!
„Die Gläubigen sind nur jene, die an Gott und Seinen Gesandten glauben und dann nicht zweifeln und sich mit ihrem Besitz und ihrem eigenen Leben für Gottes Sache einsetzen. Das sind die Wahrhaftigen." (49:15)
Dies ist die letzte Stufe, auf die ein Mensch auf Erden erreichen kann. Diese sind die Glücklichen.
Wenn man den Glauben erlangt hat (Muslim), dann setzt man sich für ihn ein - dadurch wird man ein „Mumin".
„Gläubig sind wahrlich diejenigen, deren Herzen erbeben, wenn Gott genannt wird, und die in ihrem Glauben gestärkt sind, wenn ihnen Seine Verse verlesen werden, und die auf ihren Herrn vertrauen. - Das sind jene, die das Gebet verrichten und von dem spenden, was Wir ihnen gegeben haben. - Diese sind die wahren Gläubigen. Sie geniessen Wertschätzung ihres Herrn sowie Vergebung und eine ehrenvolle Versorgung." (8:2-4)
Die Heuchler.
Der Quran berichtet uns von einer bestimmten Gruppe, der es gelingen wird, in die Gemeinschaft der „Muslime" einzudringen... die Heuchler!
„Und unter den Wüstenarabern, die in eurer gegend wohnen, gibt es auch Heuchler, wie im Volk von Al-Madina. Sie sind verstockt in ihrer Heuchelei. Du kennst sie nicht; Wir aber kennen sie. Wir werden sie zweimal bestrafen. Hierauf werden sie einer gewaltigen Strafe zugewiesen werden." (9:101)
Diese Menschen werden versuchen, das Leben eines Muslimen zu führen (6:151-153), jedoch glauben ihre Herzen nicht, und sie machen sich nur selbst etwas vor.
„Wahrlich, die Heuchler versuchen, Gott zu überlisten; doch Er wird sie überlisten. Und wenn sie sich zum Salaat hinstellen, dann stellen sie sich nur ungern auf; (sie tun dies nur), um von den Menschen gesehen zu werden, und sie gedenken Gottes nur selten. - Unentschlossen schwanken sie zwischen diesen und jenen und gelangen weder zu diesen noch zu jenen. Und wen Gott irreführt, für den wirst du nimmermehr einen Ausweg finden." (4:142-143)
Diese Leute verhalten sich genauso wie andere „Muslime". Jedoch ist es Gottes System, von dem sie blossgestellt werden:
„Und wenn Wir es wollten, könnten Wir sie dir zeigen, so dass du sie an ihren Merkmalen erkennen würdest. Und du sollst sie gewiss am Klang der Rede erkennen. Und Gott kennt euer Tun." (47:30)
„Und Gott wird sicherlich die bezeichnen, die glauben, und Er wird sicherlich die Heuchler bezeichnen." (29:11)
Ein Beispiel dafür, wie Gott die Heuchler sich selbst blosstellen lässt, sind Behauptungen, die dem Quran widersprechen:
„Wenn die Heuchler zu dir kommen, sagen sie: „Wir bezeugen, dass du in Wahrheit der Gesandte Gottes bist." Und Gott weiss, dass du wahrhaftig Sein Gesandter bist. Doch Gott bezeugt, dass die Heuchler Lügner sind." (63:1)
Der Grund, warum Gott „den Gesandten zu bezeugen" als „Heuchlerei" bezeichnet, liegt in den Aussagen des Quran:
„...Und Wir haben dich als einen Gesandten zu den Menschen gesandt. Und Gott genügt als Zeuge." (4:79)
Also haben die Heuchler, obwohl sie sich wie Muslime benehmen, gezeigt, dass ihre Zungen die Tatsache verraten, dass ihre Herzen nicht glauben.
„Sie haben ihre Eide lediglich zu ihrem Schutz vorgebracht; so wenden sie sich vom Wege Gottes ab. Schlimm ist wahrlich das, was sie zu tun pflegen. - Dies (ist so), weil sie glaubten und hernach ungläubig wurden. So ist ein Siegel auf ihre Herzen gesetzt worden, so dass sie nicht begreifen. Und wenn du sie siehst, so gefallen dir ihre Gestalten; und wenn sie sprechen, horchst du auf ihre Rede. Sie sind, als wären sie aufgerichtete Holzklötze. Sie glauben, jeder Schrei sei gegen sie (gerichtet). Sie sind der Feind, darum nimm dich vor ihnen in acht. Gottes Fluch über sie! Wie werden sie abgewendet?" (63:2-4)
„Sie glauben, jeder Schrei sei gegen sie gerichtet". Ist das nicht eine Art Verfolgungswahn?
Die Heuchler sehen sich ständig angegriffen, während die „Muminin" wissen, dass Gott die Gläubigen schützt, und deshalb keinen Grund zu Verfolgungswahn haben.
Die grosse Prüfung:
„Und wenn Gott als Einziger genannt wird, dann krampfen sich die Herzen derer, die nicht an das Jenseits glauben, in Widerwillen zusammen; werden aber die genannt, die statt Ihm (verehrt werden), siehe, dann beginnen sie zu frohlocken." (39:45)
„Und Wir legen Hüllen auf ihre Herzen, so dass sie ihn nicht verstehen, und in ihre Ohren Taubheit. Und wenn du im Quran deinen Herren nennst, Ihn allein, so wenden sie ihren Rücken in Widerwillen ab." (17:46)
„Denn als zu ihnen gesprochen wurde: „Es ist kein Gott ausser Gott", da verhielten sie sich hochmütig." (37:35)
entnommen aus
http://web.archive.org/web/20060807010351/http://www.free-minds.org/german1.htm
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