Friday, November 4, 2011

Muhammad verherrlichen?

Muhammad verherrlichen.
Salat ala Al-Nabi: Dem Propheten Gebete und Grüsse senden - ist das ein Gebot von Gott oder ein Missbrauch von Menschen?

Von Bruder A. Mohammed (e-mail: A361M at aol.com)

Dieser sehr gebräuchliche Ausdruck (AL-SALAT ALA AL-NABI und AL-TASLEEM) leitet sich aus dem folgenden Vers ab:

"Wahlich, Gott und Seine Engel "yussalluun ala al Nabi". O ihr, die ihr glaubt, ihr sollt "salluu alaihii" und "sallimuu tasliima"." (33:56)

Da dieses ein klarer Befehl von Gott ist, müssen wir ihm sicherlich gehorchen. Jedoch müssen wir, bevor wir diesem Befehl gehorchen, seine Bedeutung verstehen. Wir bemerken, dass der Vers zwei Befehle enthält, das "Salla ala al Nabi" und das "Tasliim".

Zuerst sollten wir die gängige Auslegung dieser Worte unter heutigen Muslimen untersuchen, dann müssen wir herausfinden, ob diese Bedeutung der entspricht, die im Quran enthalten ist. Um dies zu tun, ist es am leichtesten, irgendeinen Muslim zu fragen, was die Bedeutung der einfachen und weitverbreiteten Worte "Salli ala al nabi" ist.

Seltsamerweise sind sich die meisten Muslime, wenn sie danach gefragt werden, was diese Worte bedeuten, nicht sicher! Der Leser möge dies ruhig selbst einmal ausprobieren.

Die einfache Frage, um die es geht, ist: "Wenn du "Salli ala al Nabi" sagst, was meinst du damit wirklich? Preist du den Propheten? Rufst du ihn an, so dass er für dich am Jüngsten Tag Fürbitte einlegt, bittest du Gott, dass er dem Propheten Seine höchste Gnade erweisen möge, oder was?"

Leider ist dieser oft wiederholte Satz zu vielem geworden, ausser zu dem einen, was er wirklich sein sollte! Denn eine Funktion, die er erhalten hat, ist es, einen Streit zu schlichten. Wenn zwei Muslime sich in ein hitziges Streitgespräch verstricken, sagt oft der eine zum andern:

"Weshalb machst du nicht "tisallii al Nabi?"

Gleichermassen beginnt ein Muslim, der von einem anderen einen Gefallen erbitten will, oft mit den gleichen Worten: "Salli ala al Nabi", wonach er dann mit dem beginnt, was er wirklich sagen will!

Wir müssen hier eben innehalten und uns fragen, ob das Ziel hinter Gottes Gebot (33:56) ist, uns mit einem wirklungsvollen Mittel, Streit zu schlichten oder es zu vereinfachen, einen Gefallen von anderen zu erbitten, zu versehen? Offenbar nicht! Der Vers sagt uns, dass Gott und Seine Engel das gleiche „Salla ala al Nabi" tun, aber sicherlich gerät Gott nicht mit irgendjemandem in hitzigen Streit, und Er bittet auch nicht irgendjemanden um einen Gefallen!

Wenn der normale Muslim sich dessen nicht sicher ist, was die Worte bedeuten, die er mehrmals täglich wiederholt, was ist dann die Meinung der „Muffasiriin" (die Ausleger)?

Zuerst werden sie sagen, dass Gott Muhammad über die Massen geehrt hat, als Er sagte: Gott und die Engel „yussalluun ala al Nabi" (für den Propheten)".

Ihre Behauptung wird durch die quranische Beweislage unmittelbar blossgestellt. Im Quran lesen wir, dass Gott und die Engel dasselbe allen Gläubigen gegenüber tun und nicht nur gegenüber dem Propheten:

„Er ist es, der „yissallii alaikum" (für die Gläubigen) und Seine Engel, dass Er euch aus den Finsternissen zum Licht führe." (33:43)

Wir lesen auch:

„Auf diese lässt ihr Herr „sallawat" und Barmherzigkeit herab, und diese werden rechtgeleitet sein." (2:157)

Also wieder die gleiche Bedeutung, aber die Sache endet noch nicht hier, in Sura 9 sehen wir, wie Gott dem Propheten befiehlt, dasselbe für die Gläubigen zu tun:

„Nimm Almosen von ihrem Besitz, auf dass du sie dadurch reinigen und läutern mögest. Und „salli alaihum", denn dein „sallawat" verschafft ihnen Beruhigung. Und Gott ist Allhörend, Allwissend." (9:103)

Wenn also dieses Verb „yissalli" von Gott den Gläubigen gegenüber getan wird, und ebenfalls vom Propheten den Gläubigen gegenüber, wie können die Ausleger dann behaupten, dass es eine exklusive Ehre ist, die Gott dem Propheten erweist?

Um sich aus dieser komplizierten Situation herauszuwinden, haben die Ausleger eine lächerliche Entschuldigung erfunden. Sie behaupten, das Verb „sallawat" habe nicht weniger als fünf verschiedene Bedeutungen!

Zuerst werden sie sagen, dass es „exklusive Ehre erweisen" bedeutet, wenn Gott das „Sallat" dem Propheten gegenüber macht. Wenn Gott das „Sallat" den Gläubigen gegenüber macht, bedeutet es, dass Er ihnen Seine Gnade erweist. Wenn die Engel das „Sallat" dem Propheten gegenüber machen, bedeutet es, dass sie ihn immerfort preisen. Wenn die Engel das „Sallat" den Gläubigen gegenüber machen, oder wenn der Prophet es den Gläubigen gegenüber macht, bedeutet dies, dass um Gottes Barmherzigkeit für sie gefleht wird. Wenn die Gläubigen das „Sallat" dem Propheten gegenüber machen, ist es ein Zeichen der Liebe zu ihm und ein Beweis, dass man ihm folgt.

Wenn das Wort „Sallat" im Quran all diese Bedeutungen haben kann, dann ist der Quran tatsächlich eine Sammlung von zweideutigen Rätseln!

Zu glauben, dass Gott ein einfaches Wort sagen und ihm dann fünf verschiedene Bedeutungen zuschreiben würde, heisst anzudeuten, dass der Quran vage und unehrlich ist! Die wichtige Tatsache ist, dass nach alledem, wie es scheint, keine dieser fünf Bedeutung zutreffend ist! Um dies zu überprüfen, wollen wir den Gebrauch des Wortes „Sallat" im Quran untersuchen. Wir sehen sofort, dass das Wort „Sallat" im Quran in zwei veschiedenen Zusammenhängen verwendet wird:

Das „Sallat" für Gott, das ein Akt der Verehrung ist, wie es in folgendem Vers gebraucht wird: „Wahrlich, Ich bin Gott. Es ist kein Gott ausser Mir; darum diene Mir und verrichte das „Sallat" zu Meinem Gedenken." (20:14)

Das „Sallat" des Preopheten für die Gläubigen oder das der Gläubigen für den Propheten, wie es in vorhergehenden versen erwähnt wurde.

Der Unterschied zwischen den beiden Verwendungen des gleichen Wortes hängt nur von dem Buchstaben oder dem Wort ab, das unmittelbar hinter dem Wort „Sallat" steht.

Dem Wort „Sallat" folgt entweder der arabische Buchstabe „L", der bedeutet „um, für", wie in: „...verrichte das „Sallat" zu Meinem Gedenken." (20:14).

Diese erste Verwendung bedeutet den Akt des Gebets, der einzig und allein für Gott verrichtet wird.

Dem Wort „Sallat" kann auch das arabische Wort „ala" folgen, das „auf" bedeutet, wie es in den vorhergehenden Versen der Fall ist.

Wenn nun „Sallat zu" den Akt der Anbetung Gottes bedeutet, was bedeutet dann der Ausdruck „Sallat auf", wie es bei dem „Sallat" für den Propheten oder für die Gläubigen tut?

Bevor wir die zweite Bedeutung analysieren, die der Grund für all diese Entstellung ist, müssen wir erst einen wichtigen Punkt klarstellen. Betrachten wir folgendes Beispiel:

Ein Vater sagt seinem Sohn: Wenn ich mein Gesicht wasche, so wäscht auch du dein Gesicht." Die Logik dieses Beispiels deutet an, dass der Vater etwas tut und den Sohn bittet, dieses ebenfalls zu tun, dann legt sie nahe, dass die gleiche Handlung, die der Vater tut, auch vom Sohn getan wird. Es ist nicht logisch anzunehmen, dass der Vater eigentlich sagen will: „Wenn ich mein Gesicht wasche, meine ich damit, dass ich mein Gesicht mit Wasser abwische, aber wenn du dein Gesicht wäscht, mein Sohn, bedeutet das, dass du deine Füsse waschen solltest!"

Kehren wir nun zu 33:56 zurück. Da die zwei Verben (yusalluun und salluu) im gleichen Vers verwendet werden, ohne dass irgendeine Aenderung in der Bedeutung angedeutet wird, müssen sie logischerweise die gleiche Bedeutung haben.

Wenn also Gott uns darüber unterrichtet, dass Er und die Engel „yussalluun ala al Nabi", und uns dann im gleichen Satz befiehlt, das gleiche zu tun, müssen wir folglich begreifen, dass es sich um die gleiche Bedeutung handelt.

Nun kommen wir zum Kern der Sache. Was bedeutet „Sallat ala al nabi", das von Gott und den Gläubigen gleichermassen getan werden kann? Die gleiche Sache, die von Gott getan wird, muss von den Gläubigen getan werden, wie das angeführte Beispiel zeigt.

Um im Zweifelsfalle für die Ausleger zu urteilen, wollen wir zuerst einmal die fünf verschiedenen Bedeutungen betrachten, die sie für das Wort „Sallat ala al Nabi" vorgeschlagen haben, und herausfinden, ob irgendeine dieser Bedeutungen möglicherweise von Gott und von den Gläubigen getan werden kann:

Gott erweist Seinem Diener grosse Ehre: Dies kann von Gott für irgendeinen Seiner Diener getan werden, aber es liegt nicht in der Macht irgendeines Menschen, einen andern Menschen im Namen Gottes zu ehren. Gnade erweisen: Auch dies kann nur von Gott für irgendeinen Seiner Diener getan werden, alle Menschen brauchen selbst Gottes Gnade, es liegt nicht in ihnen, jemandem anders Gottes Gnade zu erweisen. Immerwährend preisen: Gott ist zu erhaben (al-Mutaali) und stolz (Al-Mutakabir), um immerwährend das Lob von irgendjemandem zu singen, den Er geschaffen hat. Andererseits lehrt der Quran die Gläubigen, das der einzige, der immerwährendes Lob verdient, Gott ist. Gottes Barmherzigkeit erflehen: Dies kann von den Gläubigen getan werden, aber es macht keinen Sinn, wenn Gott Sich Selbst anfleht. Ein Zeichen, jemandem zu folgen: Dies kann wiederum nicht von Gott, dem Erhabenen, getan werden. Er folgt niemandem.

Diese kurze Analyse macht klar, dass manche dieser Bedeutungen von Gott gemacht werden können, während andere den Gläubigen möglich sind, aber es gibt nicht eine Bedeutung, die aich gleichermassen auf Gott und auf die Gläubigen beziehen könnte. Was ist dann die richtige Bdeutung dieser Worte?

Die einzige Bedeutung der Worte „Sallat ala al Nabi", die im Quran gefunden werden kann und die für Gott, Seine Engel und die Gläubigen gleichermassen gilt, ist „den Propheten zu unterstützen". Gott und Seine Engel unterstützen den Propheten in der Tat, und aus dem gleichen Grund befiehlt Gott den Gläubigen, Seinen Propheten zu unterstützen. Diese richtige Bedeutung wird durch quranische Verse bestätigt:

Gott unterstützt Seinen Propheten: „Wahrlich, Wir haben dir einen offenkundigen Sieg beschieden, - auf dass Gott dir deine vergangene und könftige Schuld vergebe, und auf dass Er Seine Gnade an dir vollende und dich auf einen geraden Weg leite, - und auf dass Gott dir mit mächtiger Hilfe hilft." (48:1-3) Den Engeln wird von Gott befohlen, den Propheten zu unterstützen: „Genügt es euch denn nicht, dass euer Herr euch mit dreitausend herniedergesandten Engeln hilft?" (3:124)

Den Gläubigen wird befohlen, Gottes Propheten zu unterstützen:

„(Dies ist) für die armen Auswanderer, die aus ihren Heimstätten und von ihren Besitztümern vertrieben wurden, während sie nach Gottes Huld und Wohlgefallen trachteten und Gott und Seinem Gesandten beistanden. Diese sind die Wahrhaftigen." (59:8)

„Wenn ihr ihm nicht helft, so (wisset, dass) Gott ihm damals half, als die Ungläubigen ihn vertrieben haben, wie sie da beide in der Höhle waren und er zu seinem Begleiter sagte: „Sei nicht traurig; denn Gott ist mit uns." Da liess Gott Seinen Frieden auf ihn herab und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht saht..." (9:40)

„Diejenigen also, die an ihn glauben und ihn stärken und ihm helfen und dem Licht folgen, das mit ihm herabgesandt, die sollen erfolgreich sein." (7:157)

Aus diesen Versen wird klar, dass Gott den Gläubigen gebietet, drei Dinge in Bezug auf Seinen Propheten zu tun:

An ihn zu glauben. Ihn zu untestützen. Seiner Botschaft (dem Quran) zu gehorchen und ihr zu folgen.

Die richtige Bedeutung der Worte „Sallat ala al Nabi" ist also, den Propheten zu unterstützen. Da der Prophet nun tot und nicht länger bei uns ist, ist es nicht möglich, ihn persönlich zu unterstützen. Die Unterstützung wird jetzt also auf seine Botschft, die im Quran besteht, gerichtet.

Mit dieser korrekten Bedeutung des Ausdrucks ist es richtig, wenn wir annehmen, dass Gott die Gläubigen unterstützt und sie aus der Dunkelheit herausführt, wenn er „yissallii ala al Muminiin". Diese Bedeutung wird in der Tat in diesem Vers bestätigt:

„Er ist es, der „yissallii alaikum" (euch unterstützt) und Seine Engel, dass Er euch aus den Finsternissen zum Licht führe." (33:43)

Wenn Gott und Seine Engel also „yissalluu ala al Nabi", ist dies ebenfalls in dem Sinne, dass Er zusammen mit Seinen Engeln den Propheten unterstützt. Gott geht nicht in der Gegend herum und wiederholt dabei die Worte „Salli ala al Nabi, salli ala al nabi"!

Und wenn der Prophet „yissalli ala al Muminiin" (die Gläubigen), wie Gott es ihm in 9:103 geboten hat, dann geschieht dies ebenfalls in dem Sinne, dass er sie unterstützen soll. Es ist offensichtlich, dass Gottes Gebot an Seinen Propheten bedeutet nicht, dass der Prophet in der Gegend herumlaufen und dabei „Salli ala Zayd, salli ala Ali, salli ala Bilal..." sagen soll!

Es ist an dieser Stelle wichtig, einige der Hadithe zu untersuchen, die mit dem „Sallat ala al Nabi" zu tun haben, und ihre Uebereinstimmung mit dem Quran zu überprüfen.

Einer der sehr bekannten Hadithe sagt aus, dass der Prophet sagte, wer immer nicht „yissallii ala al Nabi", der würde am Jüngsten Tag nicht die „Shafa'a" (Fürbitte) des Propheten erhalten. Mehrere andere Hadithe deuten an, dass der Prophet seinen Wunsch betonte, dass die Gläubigen diese Worte für ihn sagen sollen. Wir müssen uns hier fragen, ob der Prophet dies wirklich von den Gläubigen forderte? Und wenn, weshalb? Wie wir bereits betont haben, muss die Ueberprüfung jedes Konzepts, jedes Ausspruchs oder Rituals darauf beruhen, ob diese Konzept mit dem Quran übereinstimmt oder nicht.

Bevor wir diese Hadithe überprüfen, wollen wir erst folgende Verse lesen:

„Und du verlangst von ihnen keinen Lohn dafür. Vielmehr ist es eine Ermahnung für alle Welten." (12:104)

„Kehrt ihr (mir) aber den Rücken, so habe ich von euch keinen Lohn verlangt. Mein Lohn ist allein bei Gott, und mir wurde befohlen, zu den Gottergebenen zu sprechen." (10:72)

„Sprich: „Ich verlange von euch keinen Lohn dafür, noch bin ich einer derer, die sich (etwas) anmassen." (38:86)

Diese Verse bestätigen die Tatsache, dass der Prophet von den Gläubigen niemals irgendetwas dafür zurückverlangte, dass er ihnen Gottes Botschaft überbrachte. Es ist tatsächlich viel respektvoller, an den Propheten als an jemanden zu denken, dessen Aufgabe viel edler war, als herumzugehen und zu verlangen, dass man dies oder jenes für ihn tun sollte (z.B. wenn ihr mein Grab nicht besucht, werde ich keine Fürbitte für euch einlegen, und wenn ihr nicht „tissallu alaya" sagt, werde ich dies und das nicht für euch tun... usw.)

Ein anderer gehegter Hadith deutet an, dass der Prophet die Muslime lehrte, ein spezielles Gebet für ihn zu sagen. Die Worte dieses Gebets sind wie folgt:

„Aaty (gewähre) Sayidna (unserem Meister/Hern) Muhammad den Weg, die Tugend und den höchsten Rang und erhebe ihn in den lobeswürdigen Zustand, den Du ihm versprochen hast, Du brichst nicht Deine Versprechen."

Dieses einfache, alltägliche Gebet enthält mehrere Verletzungen der Lehren des Quran:

Zu glauben, dass der Prophet von den Gläubigen verlangte, etwas für ihn zu tun, ist eine Verletzung der vorigen Quranverse, deie dem Propheten gebieten, nichts von den Gläubigen zurückzuverlangen. Die einzige Belohnung, die er erhält, wird von Gott kommen. Es ist in der Tat in Gottes Augen falsch, irgendjemanden ausser Ihm unseren Herrn zu nennen. „Oder haben sie sich etwa Beschützer ausser Ihm genommen? Doch Gott alein ist der Beschützer..." (42:9) Derjenige, der solch ein Gebet ausspricht, hat entweder niemals den Quran gelesen, oder er glaubt ihm nicht wirklich! Dies ist so, weil Sure 48 bestötigt, dass Gott den Propheten darüber in Kenntnis gesetzt hat, dass Er ihm alle Sünden vergeben hat - die vergangenen und die zukünftigen: „Wahrlich, Wir haben dir einen offenkundigen Sieg beschieden, auf dass Gott dir deine vergangene und künftige Schuld vergebe..." (48:1-2) Was dieses grosse Gnadenzeichen von Gott bedeutet, ist, dass Muhammad die grösste Belohnung im Jenseits erhält (da ihm all seine Sünden vergeben wurden). Also könnte seine Stellung durch kein Gebet mehr erhöht werden (da es niemand besseren gibt als den, dessen Sünden alle im voraus vergeben wurden)! Die Worte „Du brichst Deine Versprechen nicht" sind zumindest verletzend gegenüber Gott. Wenn man diese Worte ausspricht, kann dies nur bedeuten, dass man nicht wirklich sicher ist, ob Gott Sein Versprechen hält, und dass eine kleine Erinnerung nichts schaden kann! Wenn stattdessen ein wahrer Gläubiger im Quran liest, dass Gott dem Propheten all seine Sünden vergeben hat, wird er die Angelegenheit als abgeschlossen betrachten. Er wird Gott nicht an Seine Versprechen erinnern müssen.

Wenn dies also die richtige Bedeutung der Worte „Sallat ala al Nabi" ist, was bedeutet dann das Wort „Tasliim", so wie in „Wa sallimuu tasliima" (33:56)?

Leider haben die unredlichen Uebersetzer auch für diese Worte eine entstellende Bedeutung gefunden. Sie behaupten, dass diese Worte ein Befehl von Gott sind, den Propheten zu grüssen und ihm unserer Grüsse zu senden! Dies beruht auf ihrer falschen Interpretation des Wortes „Tasliima", das „Grüsse" bedeuten soll.

Dies steht im Gegensatz zur Bedeutung des Wortes im Quran, wie aufgezeigt werden wird, doch müssen wir vorher alle „Tasliim" ähnlichen Wörter, die im Quran verwendet werden, betrachten.

Islam - bedeutet „Ergebung in den Willen Gottes", wie in: „Wahrlich, die Religion bei Gott ist die Ergebung." (3:19) „Und wer eine andere Religion als die Ergebung begehrt: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im jenseits wird er unter den Verlierern sein." (3:85) Salam - bedeutet Grüsse, wie in: „...und sagt zu keinem, der euch den „Salam" (Gruss) bietet: „Du bist kein Gläubiger"..." (4:94) Salm - bedeutet das Gegenteil von Krieg, wie in: „Und wenn sie jedoch zum „Salm" (Frieden) geneigt sind, so sei auch du ihm geneigt und vertraue auf Gott. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende." (8:61) Saliim - bedeutet ohne Mängel, wie in: „An dem Tage, da weder Besitz noch Söhne (etwas) nützen, - sondern nur der (gerettet werden wird), der mit einem „saliim" Herzen zu Gott kommt." (26:88-89) Istisllam - bedeutet „sich ergeben, aufgeben", wie in: „"Was ist euch, dass ihr einander nicht helft?" - Nein, heute sind sie „Mustaslimuun" (in totaler Ergebung)." (37:25-26) Sullaman - bedeutet „eine Leiter", wie in: „Und wenn dir ihr Widerwille schmerzlich ist - nun wohl, falls du imstande bist, einen Schacht in die Erde oder eine „sullama" (Leiter) in den Himmel zu finden, um ihnen ein Zeichen zu bringen..." (6:35) Tasliim - bedeutet Anerkennung und Annahme, wie in dem Gegenstand dieser Untersuchung (33:56).

Es ist bemerkenswert, dass das Wort „Tasliim" nur in drei Versen des Qurans gefunden wird, und in allen drei Versen bedeutet es „anerkennen" und „zustimmen":

„Doch nein, bei deinem Herrn; sie sind nicht eher Gläubige, bis sie dich zum Richter über alles machen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann in ihren Herzen keine Bedenken gegen deine Entscheidung finden und „yissallimuu tasliima" (sich voller Ergebung fügen)." (4:65)

„...Und es verstärkte nur ihren „Iman" (Glauben) und „Tasliim" (Ergebung)." (4:65)

"Wahrlich, Gott und Seine Engel "yussalluun ala al Nabi" (unterstützen ihn). O ihr, die ihr glaubt, ihr sollt "salluu alaihii" (unterstützt ihn) und "sallimuu tasliima" (erkennt ihn vollständig an und akzeptiert ihn als Gesandten Gottes)." (33:56)

Eine sehr einfache und wirkungsvolle Art, zu beweisen, dass das Wort "tasliim" Anerkennung und nicht Grüsse bedeutet, wie uns die Verfälscher glauben machen wollen, ist es, jedes dieser Worte - zuerst "Anerkennung", dann "Grüsse" - anstelle von "tasliim" in jedem der erwähnten Verse einzusetzen und zu sehen, welches der beiden Worte sinnvoller erscheint.

Wir wollen mit dem Wort "Grüsse" beginnen:

„...sie sind nicht eher Gläubige, bis sie dich zum Richter über alles machen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann in ihren Herzen keine Bedenken gegen deine Entscheidung und Grüsse finden."

„...Und es verstärkte nur ihren „Iman" und Grüsse."

Es ist offensichtlich, dass es überhaupt keinen Sinn macht, „tasliim" in diesen Versen durch „Grüsse" zu ersetzen. Setzen wir jedoch das Wort „Anerkennung" anstatt „tasliim" ein, sind die Verse sinnvoll.

Die richtige Bedeutung des Verses 56 der Sure 33 ist also:

"Wahrlich, Gott und Seine Engel unterstützen den Propheten. O ihr, die ihr glaubt, ihr sollt ihn unterstützen und ihn vollständig anerkennen und (als Gesandten Gottes) akzeptieren."

Es ist sehr sinnvoll, dass Gott den Gläubigen gebietet, Seinen Propheten zu unterstützen und ihn vollständig anzuerkennen, anstatt vor allem darum besorgt zu sein, dass Menschen herumlaufen und "salli ala al nabi" sagen, ohne zu begreifen, was es wirklich bedeutet, und dem Propheten, der tot ist und uns nicht länger hören kann (siehe 35:14) unsere Grüsse zu senden.

Jedoch haben die Verfälscher ein völlig absurdes Szneario erfunden, um die Notwendigkeit, den Propheten ständig zu grüssen, zu rechtfertigen. Sie behaupten, dass der Prophet in seinem Grab lebendig ist, dass er uns sehen kann, wenn wir sein Grab besuchen, dass er uns hören kann, wenn wir ihn grüssen und tatsächlich unsere Grüsse erwidert!

Diese absurde Erfindung steht wiederum im Widerspruch zu verschiedenen Quranversen.

Der Prophet ist tatsächlich lebendig, jedoch ist er sicherlich nicht in seinem Grab, sondern irgendwo im Königreich Gottes. Dies wird durch verschiedene Verse bestätigt, die feststellen, dass die Gerechten nicht tot, sondern lebendig und wohlauf in Gottes Königreich sind. Der Prophet erwidert die Grüsse einfach deshalb nicht, weil der Quran bestätigt, dass die, die gestorben sind, uns nicht hören und uns deshalb auch nicht antworten können: "…und jenen, die ihr statt Ihm anruft, gehört nicht einmal Macht über das Häutchen eines Dattelkerns - Wenn ihr sie bittet, hören sie eure Bitte nicht; und wenn sie diese auch hören würden, so würden sie euch nichts in Erfüllung bringen..." (35:13-14)

Der Quran stellt fest, dass eine Schranke die Toten von den Lebenden trennt: "…Und hinter ihnen steht eine Schranke bis zum Tage, an dem sie auferweckt werden." (23:100)

Aus alledem ergibt sich, dass die richtige Bedeutung von 33:56 folgendes ist:

"Wahrlich, Gott und Seine Engel unterstützen den Propheten. O ihr, die ihr glaubt, ihr sollt ihn unterstützen und ihn vollständig anerkennen und (als Gesandten Gottes) akzeptieren."

Diese genaue Bedeutung wird in folgendem Vers bestätigt und beglaubigt:

"…Diejenigen also, die an ihn glauben und ihn stärken und ihm helfen und dem Licht folgen, das mit ihm herabgesandt wurde, die sollen erfolgreich sein." (7:157)

Dieser Vers beinhaltet alles, was Gott uns für den Propheten zu tun gebot: An ihn zu glauben, was dem "sallimuu tasliima" in 33:56 entspricht. Ihn zu stärken, zu unterstützen, was dem "salluu alaihii" im gleichen Vers entspricht. Ihm zu gehorchen (der Botschaft zu folgen, die ihm offenbart wurde, die im Quran besteht).

Gott verlangt von jedem Volk, dies für den zu ihm gesandten Propheten zu tun, egal, ob es dasVolk von Moses, Jesus oder Muhammad ist.

Die Wichtigkeit dieses letzten Verses ist sehr gross, da er die verfälschte Interpretation dreier Hauptkonzepte blosstellt:

„Sallimmu taslima" ist ein Gebot von Gott an die Gläubigen, Seinen Propheten anzuerkennen und an ihn zu glauben, es ist kein Gebot von Gott für sie, ihm Grüsse zu senden! „Salluu alaihii" ist ein Gebot von Gott für die Gläubigen, Seinen Propheten zu unterstützen, es ist kein Gebot an die Gläubigen, herumzugehen und wie Papageien „Salli ala an nabi" zu wiederholen, ohne überhaupt zu wissen, was es bedeutet! Dem Propheten zu gehorchen, ist ein Gebot von Gott für die Gläubigen, dem Licht (Quran) zu folgen, das Er Seinrem Propheten offenbart hat (7:157), es ist kein Gebot, dem zu folgen, was dem Propheten fälschlich zugeschrieben und „seine Sunna" genannt wird und was niemals, nicht ein einziges Mal, im Quran erwähnt wurde!

Die einzige Sunna, die im Quran erlaubt wird, ist die Sunna Gottes.
entnommen aus
http://web.archive.org/web/20060807010351/http://www.free-minds.org/german1.htm

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