Menstruation und Hijab
Steht die Menstruation im Konflikt mit den religiösen Pflichten der Frau?
Von Haroon Khan (sooly at globalnet.co.uk)
Gemäss muslimischen Gelehrten darf eine Frau ihre religiösen Pflichten nicht erfüllen, wenn sie menstruiert. Einer Frau wird verboten, ihr „Salat" (Gebete, die verrichtet werden, um sich Gott zu nähern) zu verrichten, wenn sie gerade menstruiert. Noch schlimmer, man sagt den Frauen, dass sie auch nicht fasten dürfen, wenn sie menstruieren. Die Logik hinter diesem Verbot ist, dass sich Frauen in einem Zustand der Unreinheit befinden und also unrein sind, wenn sie menstruieren.
Die Frage ist, wenn Gott allwissend ist und genau weiss, inwiefern sich Frauen körperlich von Männern unterscheiden, weshalb würde Er dann nicht nur Frauen verbieten, ihr „Salat" zu verrichten, sondern auch zu fasten?
Wir wollen zuerst einmal die „Salat" betreffenden Verse betrachten, welche die Bedingungen aufzählen, unter denen wir „Salat" verrichten dürfen.
„O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr euch zum „Salat" begebt, so wascht euer Gesicht und eure Hände bis zu den Ellenbogen und streicht über euren Kopf und (wascht) eure Füsse bis zu den Knöcheln. Und wenn ihr im Zustande der Unreinheit seid, so reinigt euch. Und wenn ihr krank seid oder euch auf einer Reise befindet oder einer von euch von der Notdurft zurückkommt oder wenn ihr Frauen (sexuell) berührt habt und kein Wasser findet, so sucht reinen Sand und reibt euch damit Gesicht und Hände ab (Tayammum). Gott will euch nicht mit Schwierigkeiten bedrängen, sondern Er will euch nur reinigen und Seine Gnade an euch erfüllen, auf dass ihr dankbar sein möget." (5:6)
In obigem Vers hat Gott viele Dinge aufgezählt, die uns vor dem „Salat" unrein machen. Und doch wird aus irgendeinem Grund eine Frau, die menstruiert, also ihre Periode hat, nicht erwähnt. Schauen wir einen anderen Vers an, der etwas genauer ist:
„O ihr, die ihr glaubt, nahet nicht dem Gebet (Salat), wenn ihr betrunken seid, bis ihr versteht, was ihr sprecht, noch im Zustande der Unreinheit - ausgenommen als Reisende unterwegs -, bis ihr den Gusl vorgenommen habt. Und wenn ihr krank seid oder euch auf einer Reise befindet oder einer von euch von der Notdurft zurückkommt oder wenn ihr die Frauen (sexuell) berührt habt und kein Wassser findet, dann sucht guten (reinen) Sand und reibt euch dann Gesicht und Hände ab (Tayammum). Wahrlich, Gott ist Allverzeihend, Allvergebend." (4:43)
Dieser Vers sagt uns, dass wir kein „Salat" verrichten sollen, wenn wir unrein sind, jedoch ist der Umstand der Menstruation kein Grund, der es einer Frau untersagt, „Salat" zu verrichten.
Ich glaube, es ist klar genug, dass nirgends im Quran den Frauen untersagt wird, „Salat" zu verrichten, während sie menstruieren.
Wir wollen nun die Verse untersuchen, die sich auf das Fasten beziehen.
„O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Gott) fürchten." (2:183)
„Der Monat Ramadhan ist es, in dem der Quran als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten) - Gott will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen - damit ihr die Frist vollendet und Gott rühmt, dass Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein." (2:185)
Wie wir aus den obigen Abschnitten des Quran ersehen können, ist uns das Fasten vorgeschrieben, wie es für die vor uns vorgeschrieben war. Gott erwähnt auch Umstände, die unser Fasten verhindern können, wie etwa Krankheit oder Reisen, und sagt, dass wir diese Tage nachholen können, wenn wir nicht mehr krank oder auf Reisen sind, doch wird nicht erwähnt, dass die Menstruation verhindert, dass eine Frau fastet. Dies lässt uns fragen, ob die Menstruation überhaupt im Quran erwähnt wird. Es gibt einen Vers, der über die Menstruation spricht:
„Und sie befragen dich über die Menstruation. Sprich: „Sie ist ein Leiden. So haltet euch von den Frauen während der Menstruation fern und kommt ihnen nicht nahe, bis sie rein sind; und wenn sie rein sind, dann geht zu ihnen, wie Gott es euch geboten hat. Wahrlich, Gott liebt diejenigen, die sich (Ihm) reuevoll zuwenden und die sich reinigen." (2:222)
Der einzige Vers, der das Thema der Menstruation behandelt, gebietet Männern, sich ihren Frauen nicht sexuell zu nähern oder Geschlechtsverkehr mit ihnen zu haben, wenn sie menstruieren. Gottes Buch enthält alle Einzelheiten (vgl. Quran 18:109). Alles, was wir den Islam betreffend wissen müssen, ist im Quran enthalten. Wie wir klar erkennen können, hält Gott eine Frau nicht davon ab, ihre religiösen Pflichten zu erfüllen, nur weil sie menstruiert. Ich möchte mit einem Vers des Quran schliessen, den wir immer bedenken sollten. „Sprich: „Wäre das Meer Tinte für die Worte meines Herrn, wahrlich, das Meer würde versiegen, ehe die Worte meines Herrn zu Ende gingen, auch wenn wir noch ein gleiches als Nachschub brächten." (18:109) http://www.free-minds.org/scarf.htm
Die Kleiderordnung der Frauen im Islam
Einführung: Gott, der Gnadenreichste, Allgnädigste, beharrt darauf, Seine Religion für Seine wahren Anhänger leicht, praktisch und freudevoll zu machen. Gott sagte uns auch, dass diejenigen, die Ihn oder Seine Bücher ablehnen, sich und denen, die sie lieben und die ihnen nachfolgen, das Leben schwer machen. Er rinnert uns im Quran daran, dass Er uns keine Last dadurch auferlegt, dass wir unsere Religion ausüben (siehe 22:78).
„Und eifert in Gottes Sache, wie dafür geeifert werden soll. Er hat euch erwählt und hat euch nichts auferlegt, was euch in der Religion bedrücken könnte, der Religion eures Vaters Abraham." (22:78)
Gott legte in Seinem Buch, dem Quran, auch mehrere Regeln für Seine wahren Anhänger fest. Irgendeine Regel zu überschreiten oder nicht zu beachten, bedeutet Verlust, Irreführung, Elend und ewiges Leiden. Um ein Thema wie die Kleiderordnung für muslimische Frauen zu verstehen, müssen wir schnell einige dieser Regeln betrachten, die von unserem Schöpfer, dem Allmächtigen Gott erstellt wurden, Dem wir für unsere Taten verantwortlich sein werden. Jede Regel ist wichtig, und jede Regel wurde beabsichtigt.
Der Quran ist ein vollständiges Buch. Siehe 6:19, 38,114, 115, 12:111 und 50:45. Wenn Gott sagt, dass Sein Buch vollständig ist, bedeutet das „zu 100 %" - das aollten wir bedenken. „Nichts haben Wir in dem Buch ausgelassen." (6:38) „Und das Wort deines Herrn ist in Wahrheit und Gerechtigkeit vollendet worden. Keiner vermag Seine Worte zu ändern, und Er ist der Allhörende, der Allwissende." (6.115)
Der Quran ist vollkommen: keine Fehler, keine Falschheit, kein Unsinn. „Falschheit kann nicht an es herankommen, weder von vorn noch von hinten. Es ist eine Offenbarung von einem Allweisen, des Lobes Würdigen." (41:42) „Die Entscheidung liegt einzig bei Gott. Er hat geboten, Ihn allein zu verehren. Das ist der richtige Glaube, jedoch die meisten Menschen wissen es nicht." (12:40, siehe auch 30:30, 30:43 und 98:5)
Der Quran enthält alle Einzelheiten, und wenn Gott sagt, dass er alle Einzelheiten in Seinem Buch aufzählt, bedeutet das, wirklich jede Einzelheit. Gott macht keine halben Sachen. „Soll ich denn einen anderen Richter suchen als Gott - und Er ist es, Der euch das Buch klar gemacht und herabgesandt hat?" Und jene, denen Wir das Buch gegeben haben, wissen, dass es von deinem Herrn mit der Wahrheit herabgesandt wurde, deshalb solltest du nicht unter den Bestreitern sein." (6:114, siehe auch 7:52, 11:1, 41:3, 10:37 und 12:111)
Gott braucht keine Ergänzung Seines Buches. Gott lehrt uns im Quran, dass Ihm die Worte nicht ausgehen und dass Er uns, wenn Er es gewollt hätte, hunderte, tausende oder Millionen von Büchern neben dem Quran gegeben haben könnte (siehe 18:109). Da der Quran vollständig, vollkommen ist und jede Einzelheit enthält, gab Gott uns keine weiteren Bücher.
Gott nennt Sein Buch, den Quran, das beste Hadith. Er rief Seine wahren Anhänger auf, keine anderen Hadithe als Quelle dieser vollkommenen Religion anzuerkennen. Siehe 7:185, 31:6, 39:23, 45:6 und 77:50. „Haben sie denn nicht das Reich der Himmel und der Erde betrachtet und alle Dinge, die Gott geschaffen hat, und (haben sie nicht bedacht,) dass sich ihre Lebensfrist vielleicht schon dem Ende nähert? An welches Hadith wollen sie wohl nach dieser Verkündigung glauben?" (7:185)
Gott ruft Seine wahren Anhänger auf, sicherzustellen, dass sie nicht in die Falle der Götzendienerei laufen, indem sie den Worten der Gelehrten statt den Worten Gottes folgen (siehe 9:31).
Gott nennt diejenigen, die verbieten, was Er nicht veboten hat, Agressoren, Lügner und Götzendiener. Götzendienerei ist die einzige unentschuldbare Sünde, sofern sie bis zum Tode andauert. Siehe 5:87, 9:37, 7:32, 6:119, 6:140 und 10:59. "O ihr, die ihr glaubt, erklärt die guten Dinge, die Gott euch erlaubt hat, nicht für verboten; doch übertretet auch nicht. Denn Gott liebt die Uebertreter nicht." (5:87) „Sprich: „Habt ihr das betrachtet, was Gott euch an Nahrung herabgesandt hat, woraus ihr aber (etwas) Verbotenes und Erlaubtes gemacht habt?" Sprich: „Hat Gott euch (das) gestattet oder erdichtet ihr Lügen gegen Gott?" (10:59)
Muhammad wird nur durch den Quran vertreten. Der Prophet Muhammad war der letzte der Propheten und ein Bote Gottes (33:40). Er war nicht der Bote Gottes aufgrund dessen, was er (Muhammad) war, sondern weil ihm der Quran (die Sendung) gegeebn wurde, um sie der Welt zu überbringen. Die Religion des Islam ist eine Religion von und über Gott, nicht über Muhammad, der von Gott mit der Ueberbringung der Sendung des Quran gesegnet wurde. Er hatte keine eigennützigen Interessen. Seine Aufgabe war es, der Welt das zu übergeben, was Gott ihm gegeben hatte, den Quran. Siehe 42:48, 13:40, 5:99-100, Muhammad kann nicht von sich aus Dinge verbieten oder erlauben. Als er dies versuchte, tadelte Gott ihn öfentlich, 66:1 erinnert uns daran, dass Gott der Einzige ist, der verbieten oder erlauben kann. Niemand kann Muhammad ein Verbot zuschreiben, das Gott ihm nicht im Quran gegeben hat. Jeder, der dies versucht, gibt zu, dass er/sie Gottes Worte und Gebote im Quran leugnet.
9. Die wahren Gläubigen wissen, dass Gott das, was Er sagt, wirklich so meint, und dass Er es auch so meint, wenn Er etwas nicht sagt. Alles, was uns im Quran gesagt wurde, wurde mit Absicht gesagt, und alles, was ausgelassen wurde, wurde mit Absicht ausgelassen. Gott vergisst nicht. Siehe 19:64. Wir sollen dieser Religion nichts hinzufügen, was Gott absichtlich ausgelassen hat, und dabei behaupten, es sei von Ihm oder von Seinem Gesandten. Sein Gesandter hat nur eine Sendung, den Quran. Gott sagte uns schon, dass Ihm die Worte nicht ausgehen (18:109).
10. Gott braucht uns nicht, um Sein Buch, den Quran, zu verbessern, aber wir brauchen Ihn in jedem Bereich unseres Lebens sehr. Diejenigen, die meinen, dass sie den Quran verbessern können, streben nur danach, ihre Götzen als Götter neben dem Einen und Einzigen Gott anerkennen zu lassen. Erfundene Hadithe versuhten, dem Islam (der Ergebung) das hinzuzufügen, was Gott gemäss den Ungläubigen im Quran zu sagen vergessen hatte.
11. Gott ruft Seine wahren Gläubigen auf, jede Information nachzuprüfen, die sie sehen, hören oder lesen, siehe 17:36. „Und verfolge nicht das, wovon du keine Kenntnis hast. Wahrlich, das Ohr und das Auge und das Herz - sie alle sollen zur Rechenschaft gezogen werden." Also, prüfen wir nach.
Drei Regeln für die Kleiderodnung von Frauen im Islam.
Erste Regel: Das beste Gewand
„O Kinder Adams, Wir gaben euch Kleidung, um eure Scham zu bedecken und zum Schmuck; doch das Kleid der Frömmigkeit - das ist das beste. Dies ist eins der Zeichen Gottes, auf dass sie (dessen) eingedenk sein mögen." (7:26)
Dies ist die Grundregel der Kleiderordnung im Quran. Dies ist die erste Regel der Kleiderordnung für Frauen im Islam (der Ergebung).
Zweite Regel: Bedeckt eure Busen. Die zweite Regel kann in 24:31 gefunden werden. Hier befiehlt Gott den Frauen, ihre Busen zu bedecken, wann immer sie sich kleiden. Doch bevor wir 24:31 zitieren, wollen wir einige entscheidende Wörter betrachten, die immer im Zusammenhang mit diesem Thema erwähnt werden, vor allem „Hijab" und „Khimar".
Das Wort „Hijab" im Quran
„Hijab" ist der Ausdruck, den viel Musliminnen verwenden, um ihre Kopfbedeckung zu benennen, die manchmal auch das Gesicht mit Ausnahme der Augen bedeckt, manchmal sogar auch ein Auge. Das arabische Wort „Hijab" wird mit „Schleier" oder „Yashmak" wiedergegeben. Andere Bedeutungen des Wortes „Hijab" beinhalten Schirm, Bedeckung, Mantel, Vorhang, Drapierungen, Unterteilung, Aufteilung, Teilender.
Können wir das Wort „Hijab" im Quran finden?
Das Wort „Hijab" erscheint siebenmal im Quran, fünfmal als „Hijab" und zweimal als „Hijaban", an den Stellen 7:46, 33:53, 38:32, 41:5, 42:51, 17:45 und 19:17. Keines dieser „Hijab"-Wörter wird im Quran so verwendet, wie die traditionellen Muslime heute die Kleiderordnung für die muslimische Frau als „Hijab" bezeichnen.
Gott weiss, dass die Muslime Generationen nach Muhammads Tod das Wort „Hijab" verwenden würden, um eine Kleiderordnung zu erfinden, die Er niemals gebilligt hat. Gott verwendete das Wort „Hijab" bereits vor ihnen, so wie Er auch das Wort „Hadith" bereits vor ihnen verwendete. Hijab im Quran hat nichts mit der Kleiderordnung für muslimische Frauen zu tun.
Geschichtlicher Hintergrund:
Wenn auch viele Muslime eine islamische Kleiderordnung mit „Hijab" bezeichnen, wissen sie doch nicht, dass Hijab als Kleiderordnung nichts mit dem Islam und nichts mit dem Quran zu tun hat.
Tatsächlich ist „Hijab" eine alte jüdische Tradition, die in die Hadith-Sammlungen gelangte, wie auch viele andere Erfindungen, die den Islam durch angebliche Hadith und Sunna verunreinigten. Diese hatten tatsächlich einen jüdischen Ursprung. Jeder, der sich mit den jüdischen Bräuchen oder den religiösen Schriften der Juden befasst, sieht, dass die Rabbiner und die religiösen Führer die jüdischen Frauen dazu anhielten, ihre Häupter zu bedecken. Religiöse Jüdinnen bedecken ihre Häupter immer noch die meiste Zeit, vor allem in den Synagogen, bei Hochzeiten und religiösen Feierlichkeiten.
Christliche Frauen bedecken ihre Häupter bei vielen religiösen Anlässen, während die Nonnen ihr Häupter jederzeit bedecken. Der religiöse Brauch, das Haupt zu bedecken, wurde durch Traditionen begründet - Tausende von Jahren, bevor die muslimischen Gelehrten den Hijab als muslimische Kleiderordnung beanspruchten.
Die traditionellen Araber aller Religionen, Juden, Christen und Muslime, trugen „Hijab", nicht wegen des Islam, sondern wegen der Tradition. Bis zu diesem Moment bedecken die meisten Männer ihr Haupt, nicht wegen des Islam, sondern wegen der Tradition. Gott sei Dank wurde diese Tradition bisher nicht als islamische Kleiderordnung gewertet.
Nordafrika ist für seinen Stamm (Tuareg) bekannt, in dem die Männer anstelle der Frauen „Hijab" tragen. Hier kehrt die Tradition den Hijab um. Wenn das Tragen des Hijab eine Frau als fromme und gerechte Muslimin kennzeichnet, wäre Mutter Teresa die erste Frau, die man erwähnen müsste.
Kurz gesagt, ist Hijab eine traditionelle Bekleidung und hat nichts mit Islam oder Religion zu tun. In manchen Gebieten der Welt tragen die Männer Hijab, in andern sind es die Frauen. Religion mit Tradition zu vermischen, ist eine Form der Götzendienerei, weil es ein Zeichen dafür ist, dass man Gott und Seine Sendung missachtet, wenn man nicht weiss (bzw. nicht herausfinden will), was Gott uns in Seinem Buch zu tun gebietet. Wenn die Tradition Gottes Gebot überlagert, wird die wahre Religion zweitrangig. Gott nimmt es niemals hin, an zweiter Stelle zu stehen, Gott muss immer der Erste sein, und es gibt neben Ihm keinen Zweiten...
Das Wort „Khimar" im Quran:
„Khimar" ist ein arabisches Wort, das wir im Quran im Vers 24.31 finden können. Während die erste Grundregel der Kleiderordnung für die muslimische Frau in 7:26 steht, finden wir die zweite Regel der Kleiderordnung für Frauen in 24:31. Manche Muslime führen den Vers 31 der Sura 24 als Beweis dafür an, dass er den Hijab, oder die Kopfbedeckung, enthält, indem sie auf das Wort „khumurihinna" (von „Khimar") verweisen; sie vergessen dabei jedoch, dass Gott das Wort „Hijab" bereits an mehreren Stellen des Quran verwendet hat.
Die von Gott Gesegneten können sehen, dass der Gebrauch des Wortes „Khimar" in diesem Vers nicht für „Hijab" oder für Kopfbedeckung steht. Diejenigen, die diesen Vers heranziehen, fügen üblicherweise „(Kopfbedeckung) (Schleier)" nach dem Wort „khumurihinna" hinzu, und dies meistens in Klammern, da es ihr Zusatz zum Vers ist, nicht Gottes Zusatz.
Hier ist 24:31:
„Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden senken und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen - bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und dass sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhne ihrer Brüder oder Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb mehr haben, und den Kindern, die der Blösse der Frauen keien Beachtung schenken. Und sie sollen ihre Füsse nicht so (auf den Boden) stampfen, dass bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verbergen. Und wendet euch allesamt reumütig Gott zu, o ihr Gläubigen, auf dass ihr erfolgreich sein möget." (24:31)
„Khimar" ist ein arabisches Wort, das folgende Bedeutungen hat: eine Bedeckung, irgendeine Bedeckung, ein Vorhang ist ein Khimar, ein Kleid ist ein Khimar, ein Tischtuch, das eine Tischplatte bedeckt, ist ein Khimar, eine Decke kann als Khimar verwendet werden, usw... Das Wort „Khamra", das im Arabischen für Betäubungsmittel gebraucht wird, hat die gleiche Wurzel wie Khimar, da beides etwas bedeckt: der Khimar bedeckt ein Ding (ein Fenster, einen Körper, einen Tisch usw.), während Khamra das Bewusstsein verdeckt. Die meisten Uebersetzer, die offensichtlich von Hadithen (Erfindungen) beeinflusst wurden, übersetzen das Wort mit „Schleier" und verleiten damit die meisten Menschen, zu glauben, dass dieser Vers die Kopfbedeckung befürwortet.
In 24:31 gebietet Gott den Frauen, ihre Bedeckung (Khimar, der aus einem Kleid, einem Mantel, einem Schal, einem Hemd, einer Bluse, einem Halstuch, einem Umschlagtuch usw. bestehen kann) zu gebrauchen, um ihren Busen damit zu bedecken, nicht ihren Kopf oder ihr Haar. Wenn Gott den Frauen befehlen wollte, ihren Kopf oder ihr Haar zu bedecken, hätte nichts Ihn davon abgehalten, dies zu tun. Gott gehen die Worte nicht aus. Gott vergisst nicht.
Gott befahl den Frauen nicht, ihren Kopf oder ihr Haar zu bedecken. Er hat auf keinen Gelehrten gewartet, der Ihm die Worte zurechtsetzt.
Das arabische Wort für Brust(kasten), gayb, ist im Vers 24:31, doch die arabischen Wörter für Kopf (raas) oder Haar (shaar) sind nicht in diesem Vers. Das Gebot in diesem Vers ist deutlich - bedeckt eure Brust oder euren Busen, doch deutlich ist auch die Erfindung der Gelehrten und der meisten Uebersetzer, die behaupten, dass es „bedeckt euren Kopf oder euer Haar" heisse.
Der letze Teil des Verses 24:31 wird übersetzt mit „Und sie sollen ihre Füsse nicht so (auf den Boden) stampfen, dass bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verbergen." Einzelne Teile des Körpers können durch die Kleidung, die man trägt, und nicht durch die Kopfbedeckung, verhüllt oder enthüllt werden. Beachten wir auch den Ausdruck in 24:31 „und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen - bis auf das, was davon sichtbar sein darf". Dieser Ausdruck mag vielen vage erscheinen, da sie Gottes Gnade nicht begriffen haben.
Gott verwendet wiederum diesesn sehr allgemeinen Ausdruck, um uns die Freiheit zu geben, über „das, was davon sichtbar sein darf" anhand unserer eigenen Lebensumstände zu entscheiden. Es steht keinem Gelehrten oder irgendeiner Einzelperson zu, diesen Ausdruck zu definieren. Gott will es jeder Frau persönlich überlassen, und niemand kann ihr dies wegnehmen.
Frauen, die sich an die erste Grundregel, d.h. Frömmigkeit, halten, werden kein Problem damit haben, die richtige Entscheidung, nur das Nötige zu enthüllen, zu treffen. Das Wort „zinatuhunna" in diesem Vers bezieht sich auf die Körperglieder der Frau (Schönheit, Reize) und nicht auf Schmuck und Zierat, wie es manche Menschen interpretieren oder übersetzen.
Am Ende des Verses gebietet Gott den Frauen, nicht mit ihren Füssen zu stampfen, um ihre „zinatuhunna" zu zeigen. Man muss nicht mit den Füssen stampfen, um seinen Schmuck zu zeigen, aber die Art, wie man mit den Füssen auftritt, wenn man geht, kann gewisse Körperteile, die nicht weiter erklärt werden brauchen, enthüllen oder zum Wackeln bringen.
Befehle von irgendjemandem neben Gott anzunehmen, bedeutet Götzendienerei. So ernsthaft ist die Angelegenheit von Hijab und Khimar. Frauen, die Hijab aus Tradition oder weil es ihnen aus persönlichen Gründen gefällt, tragen, begehen keine Sünde, solange sie wissen, dass dies kein Teil der perfekten Religion ist. Die, die es tragen, weil sie glauben, dass Gott es befohlen hat, begehen Götzendienerei, da nicht Gott, sondern die Gelehrten es befohlen haben. Diese Frauen haben für sich einen anderen Gott als Den Einen gefunden, der den vollständigen, perfekten und jede Einzelheit enthaltenden Quran offenbart hätte, um ihnen zu befehlen, ihren Kopf zu bedecken, damit sie Musliminnen sein zu können.
Götzendienst ist die einzige unverzeihliche Sünde, wenn sie bis zum Tode andauert, 4:48.
Dritte Regel der Kleiderordnung für Frauen:
Die erste Regel der Kleiderordnung für Musliminnen ist in 7:26, die zweite in 24:31, und die dritte ist in 33:59.
„O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihe Gewänder länger machen. So ist es am besten gewährleistet, dass sie (dann) erkannt und nicht belästigt werden. Und Gott ist Allverzeihend, Barmherzig." (33:59)
Vers 33:59 bestimmt die andere Regel für die Kleiderordnung der Musliminnen zu Lebzeiten des Propheten. Obwohl sich dieser Vers nur an den Propheten wendet - was bedeutet, dass die Regel für die Zeit des Propheten galt, genau wie der Befehl in 49:2 -, trifft die Beschreibung den Geist des Islam und kann uns viel lehren.
Wenn wir über diesen Vers nachdenken und darüber, wie Gott dem Propheten befahl, dass er seinen Frauen, seinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen gebieten sollte, ihre Gewänder länger zu machen, erkennen wir die grosse Weisheit des Allerweisesten, Gnadenreichsten. In diesem Vers sagt Gott absichtlich (und alle wahren Gläubigen wissen, dass alles absichtlich ist, was Gott sagt, tut oder tat) „sage ihnen, ihre Gewänder zu verlängern", und sagt nicht, wie lang „lang" ist.
Gott hätte sagen können „sag ihnen, dass sie ihre Gewänder bis zu den Knöcheln oder bis zur Wade oder bis zum Knie verlängern sollen, aber das tat Er nicht. Er tat es aus Gnade nicht, und nicht, weil er es vergessen hätte, da Gott nichts vergisst. Gott weiss, dass wir in unterschiedlichen Umgebungen wohnen und unterschiedliche Kulturen haben würden, und besteht darauf, dass die Einzelheiten dieser Kleiderordnung den Menschen der jeweiligen Gemeinschaft zum Ausarbeiten überlassen würden. Aus den obigen Versen ist deutlich, dass die Kleiderordnung der Musliminnen (der sich Gott Ergebenden) gemäss dem Quran aus Frömmigkeit und Sittsamkeit besteht. Gott weiss, dass diese Sittsamkeit in verschiedenen Gemeinschaften unterschiedlich ausgelegt werden würde, und deshalb hat er es uns offen gelassen, darüber für uns selbst zu unterscheiden.
Entscheiden wir uns je nach der Frömmigkeit, was Sittsamkeit ist. Sittsamkeit einer Frau, die in New York City lebt, wird vielleicht von einer Frau, die im ägyptischen Kairo lebt, nicht akzeptiert. Die Sittsamkeit einer Frau aus Kairo wird vielleicht von einer Frau aus Saudi-Arabien nicht akzeptiert. Die Sittsamkeit einer Frau aus Jidda in Saudi-Arabien wird vielleicht nicht von einer Frau akzeptiert, die in einer Wüstenoase des gleichen Landes lebt.
Dieser Unterschied darin, wie wir Sittsamkeit verstehen, ist Gott wohl bekannt, Er erschuf uns, und Er legt uns in dieser grossartigen Religion keine Lasten auf. Er überliess es uns, zu entscheiden, was Sittsamkeit ausmachen würde. Für jede Person, sei sie nun gelehrt oder nicht, bedeutet es, zuzugeben, dass sie oder er es besser weiss als Gott, wenn sie eine Grenze definiert und Schlussfolgerungen für Gott darüber zieht, was Sittsamkeit bedeutet. Gott hat es uns überlassen, und niemand besitzt die Autorität, dies zu begrenzen, es muss offen bleiben.
Lockerung der Kleiderordnung
Im Familienkreis legt Gott den Frauen keine Lasten auf, er erlaubte ihnen, die Kleiderordnung zu lockern. Wenn wir die Verse 33:35 und 24:60 betrachten, sehen wir, dass Gott nicht in Einzelheiten sagt, worin diese Lockerung besteht, da jede Situation unterschiedlich ist. Eine Frau mag ihre Kleiderordnung vor dem vierjährigen Sohn ihres Bruders lockern, aber vielleicht nicht so sehr vor ihrem sechzehnjährigen Sohn. „Es ist kein Vergehen von ihnen, (sich) ihren Vätern (zu zeigen) oder ihren Söhnen oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder den Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen. Und fürchtet Gott; wahrlich, Gott ist Zeuge aller Dinge." (33:55)
Kleiderordnung für die Moscheen (Masjid):
„O Kinder Adams, habt eine gepflegte Erscheinung an jeder Gebetsstätte, und esst und trinkt, doch überschreitet (dabei) das Mass nicht; wahrlich, Er liebt nicht diejenigen, die nicht masshalten." (7:31)
Mühsal in dieser Religon:
Gott, der Gnadenreichste, Barmherzigste, entschied, dass jene, die Sein vollkommenes Buch ablehnen und nach anderen Quellen der Leitung suchen würden, durch ihre Entscheidung in diesem Leben und im Jenseits leiden würden. Gott legte den Gläubigen niemals Lasten auf, doch die Gelehrten taten es, sie ersannen, Gott herausfordernd, ihre eigenen Gesetze, um alles zu regeln - von der Seite des Bettes, auf der man schläft, bis dazu, mit welchem Fuss man das Haus betreten, was man mit einer Fliege in der Suppe tun und was man sagen sollte, wenn man mit dem Ehepartner Geschlechtsverkehr hat.
Diejenigen, die an Gott glauben und die auch daran glauben, dass Sein Buch vollständig und vollkommen ist und alle Einzelheiten enthält, werden es mit allem leicht haben, so wie Gott es versprach (siehe 10:62-64, 16:97), während diejenigen, die Gott nicht glauben konnten und andere Quellen neben dem Quran aufsuchten, alle Mühsal in diesem Leben und im Jenseits haben werden. Im Jenseits werden sie sich bei Gott beklagen „wir waren keine Götzenanbeter", aber Gott weiss es am besten, Er weiss, dass sie es waren (siehe 6:22-24).
„Und am Tage, an dem Wir sie alle versammeln werden, werden Wir zu denen, die Götzen anbeten, sprechen: „Wo sind nun eure Götter, die ihr wähntet?" Dann werden sie keine andere Ausrede haben als zu sagen: „Bei Gott, unserem Herrn, wir waren keine Götzendiener." Schau, wie sie sich selbst belügen und das, was sie sich ausdachten, sie im Stich lässt." (6:22-24)
Schlussfolgerung:
Gott, der Barmherzige, gab uns drei Grundregeln für die Kleiderordnung der Frau im Islam (Ergebung in Gott), 1. Das beste Gewand ist das Gewand der Frömmigkeit. 2. Wann immer Du Dich ankleidest, bedecke Deinen Brustkorb (Busen). 3. Mache Dein Gewand länger.
Wenn auch diese drei Grundregeln denen, die Gott nicht vertrauen, ungenügend scheinen mögen, so wissen doch die wahren Gläubigen, dass Gott genug ist. Gott hätte uns mehr Einzelheiten geben können, bis zu Schemata, Schnittmustern und Farbrichtlinien, doch Er, der Barmherzige, will uns nur diese Grundregeln geben und uns den Rest überlassen. Mit diesen drei Grundregeeln ist sich jede Frau ihrer Lebensumstände bewusster und kann ihre Kleidung ihrer Situation anpassen. Jeder Zusatz zu diesen Grundregeln des Quran ist ein Versuch, Gott zu korrigieren oder Seine barmherzige Absicht zu verbessern.
Wir sind nur dazu verpflichtet, Gottes Gesetze zu befolgen. Erneruerungen und Erfindungen, die der Kleiderordnung der Frauen Tausende von Regeln hinzufügten, sind nichts als Götzendienerei und sollten abgelehnt werden.
Bleiben wir bei Gott, dorthin gehen die Gewinner. Möge Gott uns mit Seiner Gnade und seiner Führung segnen.
entnommen aus http://web.archive.org/web/20060807011156/http://www.free-minds.org/german3.htm
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